Kreisfamilientag 2025

Unbekanntes Kasbachtal

Das Jammertal und das Hasenbachtal kennen die (meisten) Teilnehmer, die am Familientag des Kreises Unterlahn dabei waren. Vom Kasbachtal zwischen Vettelschoss-Kalenborn und Linz am Rhein hatten sie bis dato noch nichts gehört.

Umso interessanter dürfte die Wanderung durch das enge Tal vom Treffpunkt am Kalenborner Bahnhof aus bis zur Brauerei Steffens gewesen sein, die sich etwa auf halber Strecke des Bachlaufs oberhalb des Örtchens Kasbach-Ohlenberg befindet. Dass es sich dabei nicht etwa um einen Geheimtipp handelt, wurde schnell klar anhand der vielen Ausflügler mit Autonummern wie K, NR, BN, WW und sogar EMS, die es an diesem sonnenverwöhnten Spätsommertag an den Rand des Siebengebirges verschlug.

Wanderweg Kasbachtal

Diesmal waren der Einladung von Nadine, unserer Geschäftsführerin und guten Seele des Kreisvorstandes, siebzehn Damen und Herren inklusive zwei Hunde plus ein Jugendlicher gefolgt. Zur Einstimmung besuchte die Wandergesellschaft ein Kuriosum auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofs. Dort hatte vor Jahren ein aus England stammender Privatier eine Gaststätte erworben und die Gebäude und das Außengelände mit allerhand typisch englischen Accessoires liebevoll zu seinem „Little Britain“ umgestaltet.

Besuch des "Little Britain"

Die zweieinhalb stündige Wanderung talabwärts, an beiden Uferseiten längs des Kasbachs, führte uns durch enge Waldpfade, inmitten alleeartiger Baumgruppen und farnüberwucherter Hangflächen hindurch, über Brücken hinweg, bis zu unserem Ziel, der Gaststätte „Alte Brauerei“. Bekannt geworden ist diese Lokation neben seinem deftigen Speisenangebot hauptsächlich durch die museumsartige Ausgestaltung des Gastraums und der Nebengebäude, in denen der TV-bekannte Eigentümer allerhand Tand und Trödel aus damaligen Zeiten zusammengetragen und ausgestellt hat.

       

Nach einer längeren Erholungspause, in der Neuigkeiten und Anekdoten ausgetauscht wurden machten wir uns gesättigt auf den Rückweg. Allerdings nicht per pedes, sondern mit der historischen Schienenbahn, die ebenfalls eine Besonderheit für die Region darstellt und Eisenbahnliebhaber anzieht.

     

Wie schon in den letzten Berichten erwähnt, haben alle, die auch diesmal nicht dabei waren, einiges verpasst. Man darf gespannt sein, wohin es am Kreisfamilientag im nächsten Jahr gehen wird.

Bericht: Ulrich Hennemann Bilder: Nadine Groh