Ausflug Kreisfamilientag 2026

Auf den Spuren der Römer

Für unseren kurzen Fußmarsch hätten die alten Römer sicher nicht mal ein müdes Lächeln übriggehabt. Unsere fachkompetente Begleiterin durch die „Römerwelt“ in Rheinbrohl erzählte uns unter anderem, dass ein römischer Durchschnittslegionär täglich bis zu 20 Kilometer marschieren musste. Und dass im Kettenhemd und mit voller Ausrüstung. Steffen Paul konnte wohl ein Lied davon singen, da er für das Gruppenfoto kurzfristig in die Montur eines Fußsoldaten schlüpfen durfte.

Interessante Führung durch die Römerwelt

Unser Ausflug am Kreisfamilientag führte uns also wieder an den Rhein, genau an die Stelle, wo der obergermanisch-raetische Limes damals seinen Anfang nahm. Deshalb auch der Beiname des Kastells „Caput Limitis“. Das Kastell in Pohl und die zahlreichen rekonstruierten Wachtürme in Westerwald und Taunus sind ebenfalls Zeugen aus dieser Zeit.

Die sehr ausführliche, aber trotzdem nicht zu lange Führung, gab uns Spätgermanen einen tollen Einblick in das Leben und das Wirken der Römer in der damaligen Zeit. Ergänzt wurde der Rundgang an diesem Sonntag durch zahlreiche Mitmachstationen, an denen Ausschnitte aus dem römischen Soldatendasein erlebbar gemacht wurden. Wie backte man Brot, wie produzierte man Glas und Schmuck, wie wurden Waffen und Baumaterialien hergestellt? Dies und noch viel mehr demonstrierten Hobbyrömer und -römerinnen, nicht nur zur Freude der an diesem Tag der Offenen Tür anwesenden Kinder.

In der Stube wurde sich mit Tunika und Kettenhemd eingekleidet
Regina und Steffen Paul durften in die römische Bekleidung schlüpfen

 

Nach so viel geistiger Arbeit ging es dann im zweiten Teil unseres Ausflugs, wie anfangs erwähnt, per pedes zur Stärkung des Körpers hinauf in den Ortsteil Arienheller. Im „Bauernstübchen“ mit seinem leckeren Speisenangebot fand unser Familientags Ausflug am Nachmittag seinen gemütlichen Ausklang.

Ohne weiter darauf einzugehen sei erwähnt, dass der Kreisfamilientag, ehemals unser Kreisdamentag, in der Breite wieder keine Resonanz fand. Schade eigentlich! Vorschläge für das nächste Jahr sind willkommen.

Bericht: Ulrich Hennemann   Bilder: Schützenkreis 115

Gruppenbild der Familientagsausflügler

 

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